Wissenswertes über Pferdeernährung
Bilder relevanter Heilpflanzen und deren Namen in Latein, Englisch und Deutsch.
Nachstehend Auszüge aus Prospekten unserer Lieferanten.
Heu sollte die Grundlage der Futterration bilden. Pferde haben aber abhängig vom Alter und ihrer Verwendung einen erhöhten Bedarf an Kraftfutter sowie einer sorgfältig dosierten Zugabe an Vitaminen und Mineralien. Deshalb bietet die Firma PASSEK Produkte verschiedener Erzeuger an, um Ihnen die Beschaffung der benötigten Ergänzungsfuttermittel zu vereinfachen. Viele Beschwerden und Verhaltensstörungen lassen sich durch gutes Futtermanagement vermeiden.
Was ist zu beachten?
1. Wählen Sie das RED MILLS Futter, welches am besten für Alter,
Arbeitsanforderung und Kondition ihres Pferdes oder Ponys geeignet ist.
2. Beurteilen Sie die Futtermenge nach Größe, Temperament und Training
ihres Pferdes.
3. Füttern Sie wenig und oft. Idealerweise vier Fütterungen pro Tag,
mit der größten Ration am Abend.
4. Füttern Sie zu fixen Uhrzeiten.
5. Füttern Sie nach Gewicht und nicht nach Volumen des Futters. Vor allem
Pellets sind oft erheblich schwerer als Müsli.
6. Fügen Sie RED MILLS Pferdefutter keine weiteren Vitamin- oder Mineralstoffmischungen
hinzu, außer auf spezielle Anweisung ihres Tierarztes.
7. Füttern Sie viel sauberes, staubfreies Rauhfutter für einen gesunden
Verdauungsapparat.
8. Bei der Berechnung des Nährstoffgehalts sind Qualität und Quantität
des Heus, Weidegrases, etc. zu berücksichtigen.
9. Stellen Sie ihrem Pferd immer frisches Wasser zur Verfügung, bei Tränkung
per Kübel bieten Sie immer Wasser vor der Fütterung an.
10. Geben Sie, möglichst täglich, ihrem Pferd zusätzlich frisches
Futter, wie z.B. Gras, geschnittene Karotten oder zerkleinerte Äpfel.
11. Gewöhnen Sie Ihr Pferd langsam und allmählich an Änderungen
im Futterplan, vor allem wenn das Pferd zum ersten Mal von der Stallhaltung
auf die Weide kommt, oder aber auch wenn das Pferd von der Weide zum Training
zurückkehrt.
12. Warten Sie rund eine Stunde nach der Fütterung, bevor Sie mit ihrem
Pferd zu arbeiten beginnen.
13. Füttern Sie nie ein überhitztes oder erschöpftes Pferd, da
diese Faktoren die Verdauung negativ beeinflussen.
14. Bewahren Sie Futtersäcke immer in geschlossenen Behältern auf,
um Schädlingsbefall zu vermeiden. Öffnen Sie nie mehr Säcke als
notwendig.
15. Halten Sie Futtertröge und Tränkebecken unbedingt sauber.
16. Entfernen Sie immer Futterreste, bevor Sie frisches Futter hinzufügen.
Klären Sie ab warum das vorherige Futter nicht gefressen wurde.
17. Wenn Sie RED MILLS Konzentrate verwenden, mischen Sie nur besten Hafer bei,
am besten frischen, leicht angequetschten Hafer.
18. Entwurmen Sie Ihr Pferd regelmäßig. Wechseln Sie hierbei den
Wirkstoff, um Resistenz vorzubeugen.
19. Überprüfen Sie regelmäßig die Zähne ihres Pferdes
auf scharfe Kanten.
20. Füttern Sie jedes Pferd individuell.
Die Diät Ihres Pferdes. Was fehlt ?
Mineralien, Vitamine, und Spurenelemente spielen eine wichtige Rolle in der Gesundheit aller Tiere. Sie helfen bei der Bildung von Muskeln und Knochen, schützen vor Krankheit, unterstützen die Fruchtbarkeit, und die Verdauung - um nur einige der unzähligen Funktionen aufzuzählen.
Böden und Weiden, die in hohem Ausmaß mit dem einen oder anderen Element angereichert sind, werden die Ernährungsbalance für Pferde auf Futterweiden beeinträchtigen. Z.B. weiß man, dass ein übermäßiger Anteil an Molybdän im Boden den Anteil an Kupfer, einem lebensnotwendigen Spurenelement für Pferde, beeinträchtigt. Top Professionisten bevorzugen es daher, diese Erscheinungen durch die Zugabe von richtigen Zusätzen zu korrigieren.
Mangelerscheinungen sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar: Diese zu erkennen kann sehr kompliziert, zeitraubend und darüber hinaus sehr teuer sein. Diese Art von Problemen kann durch eine regelmäßige Zugabe von Zusätzen zu den richtigen Futtermitteln weitgehend vermieden werden.
Getreidefutter kann einen Mangel an Vitaminen aufweisen: z.B. kann eingelagertes Getreide durch die natürliche Oxydation einen Mangel an Vitamin E aufweisen. Mangelerscheinungen wie diese, können sehr leicht durch passende Zugabe von Vitamin E Zusätzen korrigiert werden.
Anforderungen an die Ernährung verändern sich unter diversen Umständen: z.B. verursacht das Schwitzen des Pferdes einen progressiven Verlust an Elektrolyten, der korrigiert werden muss, um eine Dehydration zu vermeiden. Tragen Sie zu seinem Wohlbefinden durch Zugabe der nötigen Zusätze bei.
Atemwege, Fell, Bewegungsapparat und Verdauungssystem lassen sich auch durch Gaben von Kräutermischungen positiv beeinflussen.
Wichtige Fettsäuren:
Wichtige Fettsäuren sind organische Säuren, die nicht vom Körper hergestellt werden können und somit durch die Futteraufnahme zugeführt werden müssen. (z.B.: Omega 3 und Omega 6)
Die Aufgaben der Fettsäuren sind vielfältig, darunter fallen
• Hormon Produktion
• Schutz und Gesundheit von Organen und des Gewebes
• Überschüssige Absonderungen
• Regulierung des Blutdrucks
• Energieerzeugung, wenn die Reserven an Kohlenhydraten aufgebraucht werden.
Amino Säuren
Beim Verdauungsprozess werden Proteine in Aminosäuren gespalten. Diese
Aminosäuren teilen sich in zwei Gruppen auf, die essentiellen und die nicht
essentiellen. Die als nicht essentiellen bezeichneten Aminosäuren werden
auf natürliche Weise im Körper produziert; die essentiellen müssen
durch das Futter bereitgestellt werden.Es gibt zwei essentielle Aminosäuren
die bei der Futterzusammenstellung für Pferde von großer Bedeutung
sind: Methionin und Lysin.
Methionin ist eine reiche Quelle an Sulphur. Zusammen mit dem Biotin wird es
für die Erzeugung von Keratin benötigt, einem wichtigen Bestandteil
der Hufseitenwand.
Lysin ist die wichtigste Aminosäure in Verbindung mit dem Wachstum bei
jungen Pferden. Stutenmilch ist reich an Lysin , wobei sich der Anteil in der
Milch mit dem Heranwachsens des Fohlens verringert. Eine Zugabe von Lysin ist
besonders wertvoll wenn sie den Proteingehalt des Futters limitieren müssen,
aber gleichzeitig den Muskelaufbau und das Wachstum positiv beeinflussen wollen.
Wenn sie den richtigen Anteil an Lysin erreichen, kann der Proteingehalt des
Futters gesenkt werden, ohne dabei das Wachstum negativ zu beeinflussen.
Vitamine
Die Vitamine, die wir dem Pferd verabreichen sind sehr wichtig für viele Prozesse, die sich im Körper des Pferdes abspielen. Sie sind äußerst wichtig für die Gesundheit, das Wachstum und die Entwicklung, sowie auch für die Freisetzung und den Gebrauch von Energie. Ohne diesen Vitaminen treten durch die Mangelerscheinung bald Krankheiten auf und der allgemeine Gesundheitszustand verschlechtert sich.
Vitamin A wird für die Bildung von neuen Zellen benötigt, Vitamin D wird mit der Kalzium Absorption, die für starke Knochen verantwortlich ist, in Verbindung gebracht. Diverse B-Vitamine spielen eine wichtige Rolle bei der Bildung von roten Blutkörperchen, sowie bei der Freisetzung von Energie aus dem Futter als auch für ein gesundes Nervensystem.
Vitamin E, ein fettlösliches Vitamin, wird weitläufig als Antioxydant bezeichnet. Das heißt, das es ein hohes Ausmaß an Schutz für die Zellen und das Körpergewebe bietet, welche einer ständigen Gefahr durch die zerstörerische Kraft der vielfältigen chemischen Reaktionen, die im Körper stattfinden, ausgesetzt sind. Umso trainierter ein Körper ist und je mehr er den Umweltverschmutzungen ausgesetzt ist, desto mehr Vitamin E benötigt der Körper um die oxydative Zerstörung zu verlangsamen.
Elektrolyte
Elektrolyte (auch als Körpersalze bekannt) gehen durch das Schwitzen verloren.
Jede Aktivität, besonders bei wärmerer Witterung, resultiert in einem
Verlust dieser wichtigen Elektrolyte. Niedrige Elektrolytwerte können zu
schwachen Leistungen auf Grund von Dehydration und Energieabbau führen.
Die normale Kost kann diese Verluste nicht kompensieren und so muss man, wenn
man die Leistung und das Wohlbefinden erhalten möchte, diese ergänzen.
Alle Foran Elektrolyt-Zusätze haben einen bedeutenden Anteil an aktiven
Zusatzstoffen inkl. Vitamine zur Verbesserung der Leistung des Pferdes und sind
für Renn- und Wettbewerbspferde unbedenklich einsetzbar.
Jede Packung enthält leicht zu befolgende Anweisungen und die Inhaltsstoffe
sind klar definiert.
Wenn Sie vermeiden wollen, dass Ihr Pferd vor einem Rennen oder Wettkampf sehr
viel trinkt, sollten Sie in den letzten 24 Stunden davor eher sparsam damit
umgehen, aber danach können Sie sofort wieder mit der Verabreichung beginnen.
Sweet Itch
Sweet Itch, auch bekannt unter dem Namen „Queensland Itch“ oder
„Culicoides Hypersensibilität“ ist eine gravierende Folgeerscheinung
nach Mückenstichen.. Betroffene Tiere können sich, um den Juckreiz
zu vermindern soviel scheuern, dass es zum Haarausfall an Mähne und Schweif
kommt, eventuell sogar bis zum Aufscheuern der Haut.
Vorsichtige Behandlung von anfälligen Pferde und Ponys inkludiert auch
die Tiere vor einem möglichen Befall mit diesen Schädlingen zu schützen.
Itchguard hilft dabei, den Zustand von Schweif und Mähne in der kritischen
Jahreszeit zu erhalten. In schweren Fällen kann Ihr Tierarzt auch eine
systematische Behandlung mit Corticosteroiden empfehlen.
Nutri-Cool kann aber auch hilfreich sein.
Mineralien
Ansammlungen von Spurenelementen müssen dort wo sie gebraucht werden in limitiertem Ausmaß vorhanden sein, wenn es zu keiner Beeinträchtigung von Wachstum, Gesundheit, Fruchtbarkeit, etc. kommen soll. Tiere verfügen über einen Mechanismus diese Stoffe zu speichern: Sie können überschüssige Elemente lagern oder sie in nicht toxischen Formen binden. Diese Fähigkeit variiert aber je nach Spurenelementen und Tierart.
Die Quantität und die Verfügbarkeit von Mineralien und Spurenelementen im Futter des Pferdes hängt von der Qualität des Bodens und von der abzugrasenden Fläche bzw. vom verfütterten Heu ab. Lokales Wissen ist oft sehr wertvoll, aber sollten Sie Zweifel daran haben, sprechen Sie mal mit Ihrem Veterinär und erwägen Sie die Möglichkeit eine Boden- und Futteranalyse von einem unabhängigem Sachverständigen, der die speziellem Bedürfnisse eines Pferdes kennt, durchführen zu lassen.
Eisen
Grundsätzlich wird Eisen für den Aufbau von Hämoglobin, dem
Bestandteil der roten Blutkörperchen, die den Sauerstoff durch den Körper
transportieren, benötigt. Eisen spielt zwar eine wichtige Rolle in der
Gesundheit des Pferdes, hat aber zu oft das Potential mehr gefährlich als
hilfreich zu sein.
Eisenhältige Zusätze sind zwar in bestimmten Situationen sehr hilfreich,
es sollte aber damit nicht übertrieben werden. Unser Ratschlag: Verwenden
Sie eisenreiche Zusätze wenn das Pferd von einem plötzlichen Schub
profitieren kann. Wenn Sie diese aber über einen längeren Zeitraum
verabreichen, werden sie feststellen, dass der plötzliche „Schub-Effekt“
verloren geht und dass zu viel Eisen dem Pferd schaden kann, indem es die Fähigkeit
verliert, die gewünschte Leistung zu erbringen.
D.J.D. / D.O.D (degenerative
Gelenkserkrankungen / orthopädische Entwicklungsstörungen)
D.J.D . ist einer Erscheinung bei der Gelenke zu versagen beginnen, kommt oft
im hohen Alter oder bei sehr hoher Beanspruchung vor, kann aber auch die Folge
einer Gelenksentzündung nach einer Verletzung sein. Die Verabreichung von
Futterzusätzen in den frühen Jahren führt zu gesunden Knochen
und Gelenken und verringert somit das Risiko von D.O.D. Weiters verschaffen
Sie Ihrem Pferd mit starken Knochen, Gelenken und gesunden Beinen eine gute
Aussicht auf eine steile Karriere.
Nachdem aber die Entwicklung des Skeletts bereits im Mutterleib beginnt ist
es auch sehr ratsam, der trächtigen Stute in den letzten drei Monaten vor
der Geburt ausreichend Mikronährstoffe zuzuführen. Foran’s Osteo-Glycan
beinhaltet Haifisch-Knorpel als Quelle des Meeres-Collagen und stellt damit
mit den beinhalteten Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren eine natürliche
Umwandlung von Knorpel in gesunde Knochen sicher.
Foran’s Ost_o_Flex beinhaltet ebenfalls dieses wertvolle Meeres-Collagen,
ist aber ausgerichtet zur Unterstützung des massiv beanspruchten Skeletts
bei trainierenden Pferden.
Meeres-Collagen
Meeres-Collagen ist eine natürliche Quelle an Chondroitin, Glucosamin und Hyaluronsäure, die in Knorpel und anderen verbindenden Teile wie Sehnen und Bändern vorkommen.
Chondroitin ist eine Zuckerverbindung mit Riesenmolekülstruktur und bildet den Hauptbestandteil aller Knorpel. Es hat die Eigenschaft Wasser im Knorpelgewebe zu speichern und somit die Struktur und die Flexibiltät des Knorpels zu erhalten.
Glucosamin wird vom Körper aus Glucose und Glutaminsäure hergestellt. Das Glucosamin befindet sich in den Gelenken; Knorpel, Sehnen und Bänder werden rundherum geformt.
Hyaluronsäure kommt in der Gelenksflüssigkeit vor. Sie wirkt entzündungshemmend und reguliert die normalen Zellbestandteile, um die Freigabe von gelenkszerstörende Enzyme zu verhindern.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente
Dieser Abschnitt bietet Ihnen einen Überblick über die Wichtigkeit
und Relevanz der Vitamine, Mineralien und Spurenelemente für das Pferd.
Unser Dank geht an Kenneth Strickland, M.Sc., MRCVS, für seine Beiträge
und seine Unterstützung.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind Nährstoffe die keine Energie
liefern.
• Vitamine sind organische Komponenten, wirken als Energie-Freisetzer
und greifen somit in alle Stoffwechselprozesse ein.
• Mineralien sind anorganische chemische Elemente, viele von ihnen sind
lebensnotwendig für die Gesundheit.
• Spurenelemente sind Mineralien, die nur in sehr kleinen Mengen benötigt
werden
( z.B.: Eisen oder Zink)
Mangel oder Unausgewogenheit an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen wird
sehr wahrscheinlich ein Störfaktor in der Entwicklung des Pferdes sein.
Ein Kupfermangel zum Beispiel, ist ein Auslöser von Osteochondrosis, eine
Form einer orthopädischen Krankheit in der Entwicklung. Die Verwendung
von Zusatzstoffen ist ein effektiver und kosteneffizienter Weg um Mängel
oder Unausgewogenheiten in Ihrem Bestand zu vermeiden.
Um den maximalen Effekt aus den Zusatzstoffen herauszuholen, muss die richtige
Dosierung und Eingabe für Ihr Pferd eingehalten werden. Die jeweilige Dosierung
hängt vom jeweiligen Zusatzstoff ab und muss dem jeweiligen Pferd angepasst
werden.
Vitamine
Es gibt bei Vitaminen zwei Hauptkategorien: fettlösliche und wasserlösliche.
Die fettlöslichen Vitamine (A,D,E,K) werden mit Fetten absorbiert und werden
anschließend im Fettgewebe gespeichert.
Wasserlösliche Vitamine (B-Vitamine und andere) können im Körper
nur in limitierter Menge gespeichert werden; bei einem Überschuss werden
sie mit dem Urin ausgeschieden. Um einen Mangel zu vermeiden ist daher eine
regelmäßige Zufuhr von Nöten.
Vitamin A: Ein Vitamin A Mangel kann folgendes verursachen:
• Reduzierte Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen (Nachtblindheit)
• Struppiges Haar und schuppige Haut
• Unfruchtbarkeit, Schwangerschaftsabbruch, oder die Geburt von toten,
schwachen oder blinden Fohlen.
Fohlen die niedrige Vitamin A Werte haben, weisen eine erhöhte Scheuerneigung
auf.
Vitamin D: Ein Vitamin D Mangel kann die Entwicklung der Knochen
beeinträchtigen.
Die Zugabe von Vitamin D ist erforderlich, wenn das Pferd nicht ausreichend
dem Licht der Sonne ausgesetzt ist, das die adäquate Synthese von Vitamin
D auslöst.
Vitamin E: Vitamin E ist das wichtigste anti-oxydantes Vitamin
zum Schutz des Körpergewebes.
Ein Vitamin E Mangel kann folgendes verursachen:
• Fortpflanzungsprobleme
• degenerative Muskelerkrankungen bei Fohlen
• Störung der Entwicklung des Nervensystems
Vitamin K: Vitamin K ist notwendig für die Blutgerinnung.
Ein Vitamin K Mangel könnte die Ursache für innere Blutungen sein.
B1 (Thiamine) Wichtig für die Energieproduktion, speziell
der Stoffwechsel von Kohlenhydraten.
Besonders nervöse Pferde sprechen sehr gut auf die Zugabe an , welche aber
auch zur Steigerung des Appetits führen kann.
Im Training stehende Pferde verbrauchen es sehr rasch.
B2 (Riboflavin) Wirkt in der Produktion von Energie mit.
B 3 (Niacin) Es wird momentan nicht als nötig gesehen,
dieses zusätzlich zuzuführen.
Ein Futter von guter Qualität ist eine ausreichende Quelle.
B 5 (Pantothen Säure) Wird bei der Verdauung des Fetts gebraucht.
B 6 (Pyridoxin) Wird verwendet beim Proteinstoffwechsel.
Eventuell nützlich als Infektionsschutz, z.B. gegen Herpes.
B 12 (Cyanocobalamin) Wichtige für die normale Produktion von roten Blutkörperchen. Enthält Kobalt. Notwendig für Leistung und Appetit. Kommt nicht in pflanzlichen Stoffen vor.
Biotin: Wichtig für gesunden Hufwachstum.
Gute Quellen sind Mais und Bohnen. Gute Erfahrungen wurden gemacht, wenn es
zusammen mit Methionin (Amino Säure) und Zink (Spurenelement) verabreicht
wird.
Folsäure: Wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen.
Erhältlich aus einem guten Weideland.
Vitamin C: Wichtig für das Immunsystem und die Gesundheit
und Integrität der Zellen.
Bei gesunden Pferden erfolgt die Vitamin C Synthese im Darm.
Eine Zugabe von Vitamin C ist hilfreich bei Stress oder Viruserkrankungen und
kann auch zur schnelleren Erholung nach Trainingseinheiten beitragen.
Mineralien und Spurenelemente
Wie die Vitamine, werden auch Spurenelemente für die Gesundheit benötigt. Einige, wie zum Beispiel Kalzium, werden in größeren Mengen benötigt, während andere in kleineren Mengen benötigt werden: Diese bezeichnet man als Spurenelemente.
Kalzium: Kommt in der Milch vor aber wird auch aus natürlichem
Gestein gewonnen.
Wichtig für harte Knochen und gesunde Zähne.
Chlor: Unterstützt die Bildung der Hydrochlorinsäure in der Magensäure, notwendig für die Verdauung von Vitaminen.
Eisen: Wichtig für die Bildung vom Hämoglobin.
Zuviel kann aber oft mehr schaden als nützen.
Mangan: Wichtig für die Beruhigung und Abbau von Stress
und Gereiztheit.
Benötigt für Knochenaufbau, sowie Stoffwechsel von Kalzium und Phosphor.
Phosphor: Involviert im Stoffwechsel von Kohlenhydraten und
Fetten.
Im Zusammenspiel mit Kalzium wichtig für starke Knochen und Zähne.
Potassium: Benötigt für die innere Zellflüssigkeit
und die Muskelfunktionen.
Wichtig für gewisse Enzymreaktionen und bei der Verdauung von Kohlenhydraten.
Soda: Involviert in die äußeren Zellflüssigkeiten
und die Muskelfunktionen.
Stellt den osmatischen Innendruck der Zellen sicher, der nötig ist, Nährstoffe
zu den Zellen und Abfallstoffe aus diesen zu transportieren. Wichtig für
die Muskelkontraktion. Wichtig für die Produktion von Gallenflüssigkeit
zur Verdauung von Fetten und Kohlenhydraten. Geschmacksverstärker.
Sulphur: Hauptbestandteil der Aminosäuren Methionin und
Cystin.
Man schätzt, dass ca. 0,15 % von der gesamten Ration ausreichend sind.
( die Forschung muss erst herausfinden, was die richtige Zugabemenge unter allen
Umständen ist.)
Das Verhältnis Kalzium / Phosphor:
Zwei der wichtigsten Mineralien für Wachstum und Entwicklung sind Kalzium und Phosphor, welche ca. 70 % des Mineralstoffgehalts im Pferdekörper ausmachen. Knochen und Zähne machen den größten Anteil an diesen im Körper gelagerten Mineralien aus, dabei schlägt sich Kalzium mit etwa 99 % und Phosphor mit ca. 80 % nieder.
Ein akzeptables Verhältnis zwischen Kalzium und Phosphor im Pferdekörper liegt bei 1,5 : 1, aber es gibt auch oft ein höheres Verhältnis. Ein Mangel oder ein Missverhältnis zwischen diesen wichtigen Mineralstoffen kann schwerwiegende Folgen für das gesamte Skelett des Pferdes haben. Beim jungen Pferd wird es die Entwicklung beeinträchtigen.
Das Kalzium zu Phospor Verhältnis in den einzelnen Getreidesorten:
Hafer ................................1 : 4
Gerste ...............................1 : 7
Mais...................................1 : 15
Weizenkleie........................7 : 1 (typisch, sehr niedrigen Nährstoffwert)
Kobalt: Wichtig für die Synthese des Vitamins B12 im
Verdauungstrakt.
Niedriger täglicher Verbrauch.
Mangelerscheinungen sind beim Pferd sehr selten.
Kupfer: Wichtig für die Knochenentwicklung, Knorpel und
die Bildung von Elastin, für die Haarpigmente und den Eisenverbrauch.
Mobilisiert Eisen für die Bildung von Hämoglobin.
Ein Mangel kann einen Riss der Blutgefässe zur Folge haben, spröde
Knochen und Anämie zur Folge haben.
Jod: Wird von der Schilddrüse benötigt um Thyroxin
zu erzeugen, das die Stoffwechselrate, den Sauerstoffverbrauch, die Verwendung
der Glucose und die Proteinsynthese beeinflusst.
Ein Mangel kann bei tragenden Stuten zur Geburt von sehr schwachen Fohlen bzw.
zu Totgeburten führen.
Niedriger täglicher Verbrauch.
Mangan: Wichtig für Knorpel und für die Knochenentwicklung.
Wichtig für die Fortpflanzungsorgane.
Ein Mangel kann zu kurze oder verkrüppelte Gliedmassen zur Folge haben.
Selen: Wichtig für die Muskelfunktionen.
Gebunden an das antioxydante Vitamin E, welches das Tier gegen die oxydante
Zerstörung (freie Radikale) im Körpergewebe schützt.
Niedriger Bedarf.
Ein Mangel ist eine mögliche Ursache für Muskelkater.
Gefahr von schwerer Vergiftung bei zu hoher Dosierung !
Zink: Ein Teil von vielen Enzymsystemen.
Wichtig für Proteinsynthese und Stoffwechsel.
Kommt in hohen Konzentrationen in der Haut und in den Haaren vor.
Ein Mangel führt zu krankhaften Veränderungen der Haut und schlechtem
Wachstum.